Untersuchungen

Allgemein ergibt sich aus den Untersuchungen, dass je nach Region 7-16 kg pflanzliches Futter wie Getreide oder Sojabohnen benötigt würden, um 1 kg Fleisch zu erzeugen. Dabei wird nur etwa die Hälfte der Tiere für den Verzehr verwendet. Die Masttiere fräßen 40-50 % der Welt-Getreideernte und 80-90 % der Sojabohnen. Das wäre somit die effektivste Form der Nahrungsmittelvernichtung! Mit dem Anbau von Getreide könne man auf 1 ha fünfmal mehr Eiweiß erzeugen als mit der Viehzucht, mit Hülsenfrüchten zehnmal mehr. Auf der Fläche eines Grundstücks, die benötigt wird, um 1 kg Fleisch zu erzeugen, könne man im selbem Zeitraum 200 kg Tomaten oder 160 kg Kartoffeln ernten. Fleisch ernährt wenige auf Kosten vieler.

Der Fleischverzehr hat sich außerdem als einer der Hauptverursacher des ökologischen Desasters erwiesen, auf das der Planet zusteuert. Umweltschutz und Fleischkonsum dieses Ausmaßes sind unvereinbar.

Als bedeutende THG-Emission wird der Methanausstoß angesehen, weil 23x klimaschädlicher als CO2, der allerdings stark von der Art der Fütterung abhängt (z.B. Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich 2009; Max-Planck-Institut für terristrische Mikrobiologie 2007).

Methan (CH4) entsteht durch Wiederkäuen (Fermentation im Pansen), auch durch Gülle und Stallmist. 37-39 % aller landwirtschaftlichen Methanemissionen seien durch die Tierhaltung bedingt, größtenteils durch die Rinder (so auch FAO und Katalyse, Institut für angewandte Umweltforschung).

Eine ernste Methanproblematik gibt es jedoch nur bei Hochleistungsfutter, vor allem bei Maissilage; bei durchgehender Weidehaltung der Rinder und strukturärmeren Futtermitteln wie Getreide und Leguminosen wäre das Methan kein großes Problem.

Durch nachhaltige Beweidung wird auf Dauer Grünland erhalten und durch Bildung von Humus CO2 gebunden. Leider werden in Deutschland immer mehr Kühe vom Weideland verdrängt und mit Kraftfutter gefüttert.

In den genannten Studien wurde verkannt, dass die ozonschädlichsten durch die Landwirtschaft verursachten Emissionen nicht vom Methan ausgehen sondern von der Stickstoff- Sauerstoffverbindung Lachgas (N2O), das durch die intensive und künstliche stickstoffhaltige Düngung und Überdüngung des Futtermittelanbaus wie Getreide, Mais und Soja entsteht sowie aus dem Stallmist. Lachgas ist 295-310x klimaschädlicher als CO2. Methan im Vergleich 23x. 65 % der Lachgasemissionen sollen aus der Viehzucht stammen (FAO).

Zu diesem Ergebnis kam auch eine Anhörung im Bundestag und eine Veröffentlichung des Umweltbundesamtes. Lachgas verweile bis zu 120 Jahre in der Atmosphäre, Methan nur bis zu 15 Jahre. Richtig wäre eine nachhaltige, auch die Lachgasemissionen eindämmende Weidehaltung statt Überweidung und Fütterung der Rinder mit den genannten Futterpflanzen.

Weitere Auswirkungen der Viehwirtschaft: Hohe Nitratbelastung der Böden und des Grundwassers durch die Gülle (ein Rind produziert täglich 60 l Gülle), Überdüngung der Böden und Gewässer durch Stickstoff und Mist, Bodenübersäuerung. Mindestens 50 % der Wasserverschmutzung in Europa gingen auf die Intensiv-Massentierhaltung zurück; Phosphatbelastungen. Die Rückstände der als Leistungsförderer missbrauchten Antibiotika beeinträchtigen ebenfalls das Ökosystem.

Auch das Ammoniak (NH3) aus tierischen Fäkalien spiele beim sauren Regen eine verhängnisvolle Rolle: 64-68 % des weltweiten anthropogen bedingten Ammoniakausstoßes gingen zu Lasten der Viehwirtschaft (FAO).

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