Klimawandel

Bezogen auf unser Thema des Klimawandels und der anderen ökologischen Kosten ergibt sich aus dem Ausgeführten die Verminderung der "Nutztier"haltungen und der Fleischerzeugung. "Von allen Problemen der Welt ist die drastische Reduzierung der Fleischproduktion das Wichtigste und Dringendste" (Prof. Patrick Brown, Stanford University, 2009. Ebenso das Howard Hughes Medical Institute und die National Academy of Science. Weniger Tierbestand desto weniger Emissionen (Bundesamt Landwirtschaft der Schweiz).

Durch weniger intensive Tierhaltung und nachhaltige Futtermittel ließen sich rund 65 % der in der Landwirtschaft klimawirksamen Treibhausgase einsparen.

Durch den Abbau der Überschussproduktion bei Fleisch und Milch und den Einsatz von heimischem Futter statt Soja aus Übersee könnte die Klimabilanz der Tierhaltung deutlich verbessert werden. Weniger Fleisch zu erzeugen, hülfe dem Klima mehr als alles andere.

Instrumente wären entsprechende ökologische Steuern: Eine Fleischsteuer als Teil einer ökologischen Steuerreform, damit diese Kosten im Verbraucherpreis ihren Ausdruck finden. (Laut World Watch Institute müsste dann ein Rindfleisch-Hamburger das dreifache kosten). Naheliegend ist eine Mehrwertsteuer für Fleisch, Milch und Eier in Höhe von 19 % (wie Alkohol und Zigaretten) statt der 7 %. Pro Jahr sollen dadurch in Deutschland 23 Mrd. € für den Staat zustandekommen.

PAKT e.V. hatte bereits 2000 eine Fleischbesteuerung gefordert. Diese könne auch für den Fall als Steuerungsinstrument eingesetzt werden, dass eine kostenneutrale Neuorientierung der Agrarsubventionen nicht möglich sein sollte. Bedenkt man das Emissionsvolumen einer industrialisierten Intensivtierhaltung, müsse eine solche Fleischsteuer als Bestandteil einer ökologischen Steuerreform ohnehin als obligatorisch betrachtet werden.

Bedenkt man das Emissionsvolumen einer industrialisierten Intensivtierhaltung, müsse eine solche Fleischsteuer als Bestandteil einer ökologischen Steuerreform ohnehin als obligatorisch betrachtet werden.

Im Unterschied zur ökologischen Mineralölbesteuerung sollte sie jedoch budgetbezogen zur Reformierung bzw. Förderung einer extensiven Landwirtschaft verwendet werden. (PAKT, "Agrarpolitische Leitlinien").

Die Tierrechtsorganisation PETA hatte am 20.12.2007 einen Fleischsteuer-Gesetzentwurf für den Bundestag veröffentlicht. Die FAO empfiehlt die Besteuerung der Fleischerzeugung in ihrem Jahresbericht vom 18. 02. 2010. Auch WWF Deutschland und Schweiz forderten eine Fleischsteuer.

Neuerdings wird Dänemark ab 01.10.2011 eine gegen die gesättigten Fettsäuren gerichtete "Fettsteuer" einführen. Auch beim Fleisch sollen die Preise je nach Fettgehalt um 3-6 % steigen, die Sechserpackung Eier soll um 20 Cent teurer werden.

Also höhere Steuern auf tierische Erzeugnisse und Futtergetreide (vor allem Kraftfutter), dagegen steuerliche Begünstigung von Gemüse und Obst. Solche Steuern dienten der Verwirklichung des Artikels 20 a Grundgesetz: Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Tiere.

Eine Emissionssteuer für Lachgas, um diese Emissionen zu reduzieren, müsste sich anschließen. So z.B. gefordert im WWF-"Positionspapier klimaschädliche Landwirtschaft", 2009. Greenpeace Deutschland und Österreich fordern Klima-Abgaben auf künstliche Dünger und Pestizide. Einführung einer Stickstoffabgabe auf einzelbetrieblicher Ebene.

Denn Aufklärung allein genügt nicht. Die Gier nach Fleisch benebelt den Verstand. Die Leute glauben, ohne Fleisch gehe ihnen etwas ab.

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