Zucht Landwirtschaftliche Nutztiere

Landwirtschaftliche Nutztiere

Bei der Zucht von landwirtschaftlichen Nutztieren wird das Zuchtziel über Leistungsparameter wie Milchmenge, tägliche Körpergewichtszunahme und Fleischansatz, Eizahl usw. definiert. Daneben spielen auch Gesundheit, Fruchtbarkeit und Langlebigkeit eine Rolle als Auswahlkriterien. Träger von Erbkrankheiten und/oder erkrankungsfördernden Eigenschaften werden in der Regel nicht zur Zucht eingesetzt, es sei denn, man verspricht sich davon einen wirtschaftlichen Nutzen.

Beispielhaft sollen einige solcher Fehlentwicklungen in der "Nutz"tierzucht erwähnt werden. Einigen Fleischrindrassen hat eine zwar züchterisch erwünschte, jedoch in dieser Ausprägung als krankhaft zu bezeichnende Zunahme der Muskelmasse ("Doppellender") massive Geburtsstörungen zur Folge. Die Geburt der bereits zu diesem Zeitpunkt übergroßen Kälber erfolgt in den meisten Fällen nicht mehr auf normalem Wege, sondern muss mittels Kaiserschnitt durchgeführt werden.

Der Verbraucherwunsch nach preiswertem, möglichst fettarmen Fleisches hat beim Schwein ebenfalls zu tierschutzrelevanten Zuchtausrichtungen geführt. So wird die Muskelfülle durch Erbanlagen verursacht, die gleichzeitig zu einer mangelhaften Ausprägung von Knochengerüst und inneren Organen führen können. Lahmheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und erhöhte Stressanfälligkeit sind direkte Folgen dieser Zuchtausrichtung und führen nach wie vor zu großen Tierverlusten.

Bei Masthühnern und Puten führen hohe tägliche Zuwachsraten und die Überbetonung der sog. "wertvollen" - weil vom Konsumenten geschätzten - Körperpartien, insbesondere der Brustmuskulatur, ebenfalls zu chronischen Leiden wie Gelenkschäden und Knochen-verformungen und daraus resultierenden Lahmheiten.

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