Süße, clevere, faszinierende Schafe

Der gesunde Menschenverstand sagt uns, dass Schafe - wie alle Tiere - komplexe Gefühle haben und eines bewussten Denkens fähig sind. Nun haben Studien, die am Babraham Institute in Großbritannien und Hampshire College in Amherst, Massachusetts, durchgeführt wurden, konkrete Beweise dafür geliefert. Diese Studien belegen, dass Schafe in der Lage sind, sich die Gesichter anderer Schafe - und sogar von Menschen - über Jahre zu merken; außerdem wurde nachgewiesen, dass Schafe Laute von sich geben, um anzuzeigen, wenn sie unter Stress stehen, etwa so wie Menschen. Hier einige erstaunliche Fakten über unsere wolligen Freunde:

Dr. Keith Kendrick und seine Kollegen am Babraham Institute in Großbritannien berichten, dass Schafe optisch 50 Schafgesichter wiedererkennen können, und zwar auch dann, wenn sie sie zwei Jahre lang nicht gesehen haben. Und sie können auch die Gesichter von Menschen wiedererkennen.

Kendrick sagt, dass Schafe einen schlechten Ruf in Sachen Intelligenz haben, da sie in großen Gruppen leben und leicht Angst bekommen. Aber wie Dr. Kendrick betont: "neigen alle Tiere, einschließlich der Menschen dazu, kein besonders intel-ligentes Verhalten an den Tag zu legen, wenn sie Angst haben.

Das Forscherteam (Kendrick et al.) schrieb in Nature: "Schafe erkennen auch einzelne Schafe und Menschen anhand ihres Gesichtes und fühlen sich ihnen verbunden, denn sie besitzen ein ähnliches, spezialisiertes Nervensystem im Temporal- und Frontallappen, was ihnen bei dieser wichtigen sozialen Aufgabe hilft, einschließlich einer größeren Beteiligung der rechten Gehirnhälfte.

Wie das Forscherteam mit eigenen Worten in Nature schrieb: "halten die spezialisierten und beteiligten Nervenkreisläufe** neural circuits** eine selektive Codierung einzelner Schaf-. und Menschengesichter aufrecht, auch noch nach langen Zeiträumen der Trennung.

Rettet die Schafe

Obwohl sich ständig neue Belege dafür finden, was für intelligente, soziale und gefühlsbetonte Wesen Schafe sind genau wie Menschen, mißbraucht die Wollindustrie sie noch immer auf so grausame Weise, dass es zu einer Anklage wegen Tierquälerei führen würde, würde man so mit Hunden oder Katzen umgehen.

In Australien schmeißt man Lämmer auf den Rücken, arretiert ihre Beine zwischen Metallstäben und schneidet ihnen mit einer Gartenschere Hautstücke vom Hintern ohne jegliche Schmerzmittel. Sie behaupten, sie würden dies tun, um eine glatte vernarbte Fläche zu schaffen, die dann resistent gegen Madenbefall ist, aber es gibt humane Alternativen zu dieser grauenhaften Praxis, die bereits angewendet werden und für die Tiere nicht bei lebendigem Leibe quasi teilgehäutet werden.

Und als ob das Leben für Schafe in Australien nicht schon hart genug wäre, werden diese sanften Tiere kaum, dass ihre Woll-ausbeute nachläßt und sie unrentabel werden zu Millionen auf riesige Offendeckfrachter gepfercht und in den Mittleren Osten verfrachtet, wobei sie Opfer extremer Witterung, von Hunger, Dehydrierung und Krankheiten werden. Als bloße Ladung betrachtet, schmeißt man kranke und verletzte Tiere kurzerhand in riesige Schredder oder über Bord, dann ertrinken sie oder werden von den Haien gefressen. Den Überlebenden schließlich schlitzt man am Bestimmungsort bei vollem Bewußtsein die Kehle auf.

Sie können sich Leuten wie Abercrombie & Fitch, J.Crew, New Look und George (eine britische Bekleidungsfirma) anschließen, indem Sie australische Wolle boykottieren. Es gibt eine Unmenge an Materialien, für die kein Tier leiden mußte.

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